Oberösterreich startet Initiative:
Aufklärung und Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung

In Österreich landen jährlich ca. 157.000 t vermeidbare Lebensmittel im Restmüll, in Oberösterreich sind es aufgerechnet ca. 22.500 t pro Jahr, was 15,6 kg pro Person bedeutet. Dies entspricht ungefähr 300€ pro Haushalt, die de facto im Müll landen. Nun will der oberösterreichische Umwelt-Landesrat Rudi Anschober diese enormen Zahlen bis 2020 in Oberösterreich halbieren. (Quelle: meinbezirk.at)

Um die gewaltigen Mengen an vermeidbaren Lebensmittelabfällen reduzieren zu können, setzt Oberösterreich auf Informationsoffensiven. Dazu startet der Landesabfallverband eine Info-Kampagne für KonsumentInnen. Auch eine genaue Analyse, in welchem Bereich welche Mengen anfallen, ist Teil davon. Wichtige Partner sind dabei Haushalte, Handel, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, denn Lebensmittelabfälle entstehen nicht nur in Privathaushalten.

Landesrat Anschober brachte Ende Mai 2015 einen Antrag bei der Landes-Umweltreferentenkonferenz ein, der Bund und Länder dazu auffordert, den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung intensivieren, welcher einstimmig beschlossen wurde. Das Umweltministerium wurde dazu aufgefordert, im Bundes-Abfallvermeidungsprogramm 2017 verbindliche Ziele und Maßnahmen gegen die Lebensmittelverschwendung festzulegen und auch die rechtlichen Möglichkeiten in Bezug auf Reduzierung zu prüfen. Ein diesbezügliches Beratungs- und Informationstool für Betriebe soll erarbeitet werden.

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